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Kreatives und intelligentes Denken

Forschung und Entwicklung in der Reinraumtechnik

  • Lesedauer: 5 Minuten
  • Erstellt am: 12.01.2024
  • Kommentare: 0

In vielen Reinraum- und Gebäudetechnikunternehmen ist die Einstellung und Einschätzung zu „Forschung & Entwicklung“, wie auch der Zugang und das Arbeiten mit Universitäten und Forschungsinstituten eher distanziert. Das Arbeiten mit Forschern ist eine der prägendsten Erfahrungen, aber auch eine der wertvollsten. In vielen Fällen stellt sich heraus, dass einerseits die Forschungsinstitute und deren handelnde Personen falsch eingeschätzt werden, und andererseits, dass seitens der Unis und Forschungsinstitute großes Interesse an scheinbar einfachen Aufgabestellungen besteht.

Einstellung zu Forschungsinstituten

Die Reinraumtechnik bietet ein nahezu uneingeschränktes Aufgaben- und Betätigungsfeld für Neuheiten und Wissensaufbau. In der Reinraumtechnik treffen Aufgabenstellungen in Bereichen der Mikrobiologie, Chemie, Automatisierung, Verfahrenstechnik, Messtechnik, Physik und Strömungstechnik aufeinander. Die Grundlage für eine Zusammenarbeit sind z.B. Strömungssimulationen, Publikationsrecherchen oder auch Wissenstransformation über etablierte Dekontaminationsverfahren zur Schaffung von reinen Oberflächen oder Energieoptimierungsberechnungen. Die Vielfältigkeit und die Anforderungen der unterschiedlichen Branchen waren und sind von besonderem Interesse seitens der Forschungseinrichtungen. Wir als Ortner arbeiten ununterbrochen mit unterschiedlichen internationalen Instituten zusammen. Das fördert eine unternehmenstiefe Innovationskultur, gibt Sicherheit und verschafft uns einen besonderen Stellenwert am Markt. Die wissenschaftliche Unterstützung und Beweisführung ermöglicht unter anderem auch, dass manche Regelwerke, Normen oder der Stand der Technik in Frage gestellt werden können. Dies ermöglich zudem, dass in Einzelfällen auch behördliche Sondergenehmigungen realistisch werden.

Einstellung zum Mitbewerb

Wir hatten das „Glück“ bei einem Großkunden über viele Jahre ein Monopollieferant sein zu können. In einem abenteuerlichen Statement haben wir unsere Kunden gebeten, auch unsere Mitbewerber in Betracht zu ziehen. Das führte beim Kunden und den anderen monopolistischen Unternehmen für Verwunderung.
 

Die Beweggründe waren:

A) das Verhältnis und das Kunden-Lieferantenverhalten der handelnden Personen verändert sich mit der Zeit. 
B) Die ureigene Aufgabe und Funktion von Auftraggeber und Auftragnehmer verändert sich und birgt das Risiko innovative Marktentwicklungen zu versäumen.
C) Große Kunden und Industriebetriebe dürfen oder sollen sich nicht in die Abhängigkeit eines einzelnen Zulieferanten begeben 
D) die Entwicklungsenergie und die Innovationskultur leiden, wenn Mitbewerber fehlen.

Mitbewerber sind die einzige nachhaltige Energie,
um sich zu entwickeln
und im Geist und im Verhalten jung zu bleiben.

Der Mitbewerb fördert die Weiterentwicklung
Der Mitbewerb fördert die Weiterentwicklung

Fazit

Mit dieser Einstellung prägten wir das Bewusstsein, dass wir konkurenzierendes Verhalten unter Mitbewerbern nicht verhindern dürfen. Wir empfehlen unseren Kunden mindestens drei Lieferanten für dasselbe Gewerk zu beschäftigen. So wird der Wettbewerb gefördert. Das mag außergewöhnlich klingen, aber wir leben das in all unserem Denken und Handeln und das macht uns frei und stark. Genauso pflegen wir bei Ortner das Arbeiten mit Forschern. Diese Erfahrungen gehören zu den prägendsten.

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